Wir haben uns getraut, wir haben mit unserem über 12 Meter langen Gespann die Fähre nach Sardinien genommen und sind wohlbehalten auf dieser wunderschönen Insel gelandet – doch alles der Reihe nach…
Am Bolsenasee hatten wir eine ausgesprochen gute Zeit – daher blieben wir insgesamt 12 Tage dort. Normalerweise sind 12 Tage schon ein richtiger Urlaub, für uns ist es aber nur das Intro zu unserer großen Tour. Wir verbrachten die Tage abwechselnd mit Baden im See oder Pool, mit Radfahren, Joggen, Kochen, Spielen, Like a Bike-Fahren, Faulenzen und dem Recherchieren unseres nächsten Etappenzieles. Außerdem besichtigten wir noch die auf einem Felsen erbaute Stadt Orvieto, die bei uns vor allem wegen ihrem Wein bekannt ist.
Die Frage nach dem nächsten Reiseziel beschäftigte uns dieses mal mehr als zu Beginn unserer Tour. Es stellte sich für uns die Frage, ob wir zunächst noch weiter nach Süditalien – genauer gesagt in das Gebiet „Cilento“ fahren sollten, um dann von Neapel die Fähre nach Sardinien zu nehmen, oder ob wir direkt vom nahen Civitavecchia die Fähre nach Olbia nehmen sollten. Im Familienrat wurde schließlich entschieden, dass es nun an der Zeit für Sardinien mit seinen tollen Stränden ist. Juanita und Esteban verbrachten bereits 2005 einen tollen Urlaub auf dieser zweitgrößten Insel des Mittelmeers (die größte ist übrigens Sizilien). Wenn da nur nicht die Überfahrt wäre – Juanita graute vor einer möglichen Seekrankheit, die sie schon des Öfteren heimgesucht hat, Esteban graute es eher vor dem millimetergenauen Navigieren unseres Gespanns auf die Fähre und wieder herunter. Esmeralda und Penelope graute es vor gar nichts, sie freuten sich auf das Schiff mit Pool und Eisdiele und auf das Meer.
Schnell wurde im Internet eine sowohl zeitlich als auch preislich gute Überfahrt gefunden, gebucht und mit unserem mobilen Printer das Ticket ausgedruckt. Am Donnerstag, 29. August 2013 ging es los. Fahrtechnisch klappte alles bestens – Routine sei Dank, die 6 Stunden Überfahrt waren ruhig und so kamen wir um 21.30 h in Olbia an.
Jetzt hatten wir noch knapp 2 h Weg Richtung Süden vor uns, bevor wir nach einem langen, anstrengenden Reisetag in Santa Lucia landeten. Der Nachtwärter des Campingplatzes „Selema“ öffnete uns die Schranke und ließ uns für diese erste Nacht mitten auf dem Hauptweg unser Nachtlager aufschlagen, für die Wahl eines geeigneten Stellplatzes im dichten Pinienwald war es schon zu spät. Dies holten wir gleich am nächsten Morgen nach, schließlich mussten wir ja den blockierten Weg frei machen. Wir fanden einen tollen Stellplatz – gut erreichbar mit unserem Gespann (hier sind sonst eher Zelter oder VW-Bus-Urlauber unterwegs, dementsprechend eng und verwinkelt ist es, schattig, naher Spielplatz, naher Pool und ganz wichtig: nahes Meer mit wunderbarem weißen Sandstrand und direkt vor dem Wohnwagen Platz für unsere beiden Hängematten…
Wir konnten unsere Vorzeltmarkise gerade noch rechtzeitig ausfahren, bevor starker Regen einsetzte, welcher uns den ganzen gestrigen Tag begleitete. An solchen Tagen ist es angenehm, einen dichten Wohnwagen, eine gute DVD und jede Menge Bücher dabei zu haben.
Der gestrige Regentag war wohl eher die Ausnahme, denn heute schien wieder die Sonne und so sollte es auch gemäss Wetterbericht die ganze kommende Woche bleiben. Hoffentlich mit einem guten aber nicht zu starken Wind, denn Esteban hat sich für einen Surfkurs angemeldet… Jetzt geniessen wir einfach mal das Meer!

































Hinterlasse einen Kommentar