Familie Ausgeflogen ist in Paris gelandet. Der Besuch von Frankreich’s Hauptstadt bildet einen würdigen Abschluss unserer Reise.
Und das Wetter meint es gut mit uns – vom ersten bis zum letzten Tag in Paris haben wir phantastisches Wetter, der Frühling ist in die Stadt der Liebe eingezogen. Und so steht ausgiebigen Entdeckungen und tollen Erlebnissen nichts im Wege. Sechs Nächte verbringen wir auf dem Stadtcampingplatz im Bois de Boulogne. Von hier ist es ein Katzensprung zur nächsten Metro-Station. Sechs Tage mit kleinen Kindern in einer Großstadt? Ja, das geht sogar prima, wenn man kindgerechte Programmpunkte mit elterlichen Wünschen kombiniert und das Ganze entspannt sieht (entspannt sind wir ja inzwischen…).
Am ersten Tag steht gleich ein absoluter Höhepunkt auf dem Programm – die Ersteigung des Eiffelturms. Eigentlich wollen wir ja mit dem Aufzug fahren, aber die Vorreservierungen sind für die kommenden 10 Tage ausgebucht und die Schlange vor den Kassenhäuschen für Gäste ohne Vorreservierung ist bestimmt 100 Meter lang. So entscheiden wir uns also für das Treppensteigen. Und es ist eine gute Entscheidung, die 720 Stufen bis zur 2. Terrasse zu Fuß zu gehen, denn so wird einem erst die wahre Meisterleistung von Gustave Eiffel bewusst. Selbst Penelope ist voll motiviert den Eiffelturm selbst zu erklimmen. Im kürzlich gelernten Wechselschritt geht es Stufe um Stufe hinauf. Für Juanita ist die Besteigung und die sensationelle Aussicht von oben der Höhepunkt der Parisreise. Nach dieser „Klettertour“ entscheiden wir uns als Draufgabe noch für eine Rundfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus, um einen guten Überblick über die Stadt und die Sehenswürdigkeiten zu erhalten. Wir haben das schon in Rom so gehandhabt und für gut befunden.
Am nächsten Tag sind zunächst die Erwachsenen mit einem Programmpunkt an der Reihe. Wir entscheiden uns für einen Besuch des Musée d’Orsay. Dieses Top-Museum in einem wunderschönen ehemaligen Bahnhof hat eine beeindruckende Sammlung von Impressionisten, für die Kids ganz schön, am interessantesten finden sie aber nicht die Bilder, sondern dass sich Vincent van Gogh ein Ohr abgeschnitten hat. Als Belohnung für den Museumsbesuch fahren wir anschließend mit den Kindern zum Jardin du Luxembourg, dem Park schlechthin für Kinder mit tollem Spielplatz und feinen Picknick-Plätzen. Wir nutzen die Gelegenheit, tun es den Parisern gleich und machen ein feines Picknick mit Baguette und allem was so dazu gehört (zwei weitere sollen während unseres Paris- Aufenthaltes noch folgen). Penelope verliebt sich im Jardin du Luxembourg in ein kleines Schaukelpferd, welches sie sofort in Beschlag nimmt und gegen alle anderen Kinder verteidigt. Wir schaffen es kaum, sie wegzubekommen, doch wir wollen früh ins Bett da wir am Freitag früh morgens ins Disneyland fahren wollen.
Beim Programmpunkt Disneyland heißt es 3:1, die Damen gegen Esteban, da ist nichts zu machen und so fahren wir hin. Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die diese Idee haben und so heißt es anstehen, anstehen und nochmals anstehen – zumindest Esteban empfindet es so. Nach einem langen anstrengenden Tag mit ein paar Fahrten, Zuckerwatte und Micky Mouse ist das Resümee für die drei Damen absolut positiv, für Esmeralda ist die Fahrt im „Pirates of the Caribbean“ sogar das Beste an der ganzen Pariswoche, aber auch Esteban sieht sich in seiner kritischen Meinung solchen Vergnügungsparks gegenüber bestätigt…
Am Samstag steht eine Seine-Fahrt auf dem Programm, welche allen Familienmitgliedern gefällt. Auf der Île de la Cité steigen wir aus, um die Kathedrale Notre-Dame zu besichtigen. Für die Kinder ist besonders die Geschichte vom Glöckner und der schönen Esmeralda (Namensgleichheit!) interessant. Im Inneren zelebriert der Kardinal gerade eine Messe und so ist es ein sehr intensiver Eindruck, den die wunderschöne Kirche bei uns allen hinterlässt. Wir steigen wieder in ein Boot, fahren einmal bis zum Eiffelturm und wieder zurück, um auf den Seine-Stufen vor dem Musée d’Orsay ein Picknick zu machen. Dann geht es zu Fuß weiter zum Musée Rodin, für Familie Ausgeflogen das schönste Museum der Stadt mit einem wunderschönen Garten und tollen Werken des berühmten Bildhauers, wie „Der Denker“ oder „Der Kuss“.
Am nächsten Morgen fahren wir mit der Metro nach Porte de Vanves zum Marché aux Puces (Flohmarkt). Dieser grosse Flohmarkt hat eine sehr angenehme Atmosphäre und wir können diverse Schnäppchen ergattern. Esteban’s Mutter war schon etliche Male extra deswegen in Paris, und sie muss es ja wissen als begeisterte Sammlerin. Zum Abschluss unserer Parisreise dürfen sich die Kinder noch etwas wünschen und sie entscheiden sich für einen neuerlichen Besuch des Jardin du Luxembourg mit Spielplatz und Picknick. Ausgestattet mit Baguettes, Käse, Salami, Pain au chocolat, Crémant, Cola, Chips und Mandarinen genießen wir so wie viele Pariser die frühlingshaften Temperaturen im schönen Park. Das Glas Sekt in der Sonne zu schlürfen und dabei den Kindern beim Spielen zuzusehen ist Esteban’s schönster Eindruck von dieser Woche. Morgen geht’s weiter nach Freiburg im Breisgau, unserer letzten Station auf dem Weg nach Hause.














































































One Response to Familie Ausgeflogen in Paris
Wie immer sehr schöne, stimmungsvolle, gelungene, lustige, … Fotos. Und natürlich auch der Blog – da ist ein Journalist/Autor verloren gegangen. Oder es wurde einer geboren/erweckt 😉
Wünsche Euch gute Weiterfahrt und herrliche Tage im Elsass!
Liebe Grüße
Axel