Die erste Woche auf Sardinien ist schon vorüber, sie verging wie im Flug und war von drei Dingen geprägt: Schule, Surfen, Krankenbett. 

Wir haben uns gut in Santa Lucia eingelebt – einem kleinen Nest mit einem netten Campingplatz und einem tollen Strand. Dieser ist ca. 3 Kilometer lang, schneeweiss und erstreckt sich bis zum nächsten Ort La Caletta. Direkt hinter dem Strand liegt ein schattiger Pinienwald, in diesem ist auch unser Campingplatz „Selema“.

Estebans Jogging-Strecke

Estebans Jogging-Strecke

Gelateria in Santa Lucia

Gelateria in Santa Lucia

Jetzt in der Nachsaison ist der Platz noch zu etwa einem Drittel belegt – ich schätze, dass im Moment ca. 100 Camper da sind, davon etwa 10 Wohnwagen, 30 Wohnmobile und 60 Zelte. Daher hat man auch rund um seinen Stellplatz genügend Freiraum, um Hängematten aufzuhängen oder mit dem Like-a-Bike Rundstreckenrennen zu fahren. Es gibt hier (zum Glück) keine Animation, dafür eine nette Bar mit Jazzmusik, einen kleinen Campingladen mit frischem Ciabatta und Ichnusa-Bier, einen Pool, den man wegen dem schönen Meer eigentlich nicht braucht und jede Menge Natur, Pinienduft und Vogelgezwitscher…

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Nach dem starken Regen des ersten Tages beruhigte sich wie angekündigt das Wetter, und es folgten Tage mit bestem Badewetter – nicht drückend schwül aber angenehm warm. Da sich Esteban vorgenommen hatte, auf unserer Reise Windsurfen zu lernen packte er die Gelegenheit beim Schopf und meldete sich bei der nahen Surfschule zu einem Windsurfingkurs an. Inzwischen ist dieser vorüber und Esteban ist Feuer und Flamme für diesen Sport. Irgendwie hat er sich dabei auch gar nicht so ungeschickt angestellt… Die nächsten Tage soll es stärkeren Wind geben, da wird Esteban nochmals ein Surfbrett ausleihen um zu sehen, ob er auch etwas „Gescheites“ im Windsurfingkurs gelernt hat.

VDWS Windsurf-Station

VDWS Windsurf-Station

Erste Versuche am Simulator

Erste Versuche am Simulator

Zum ersten Mal auf einem Surfbrett...

Zum ersten Mal auf einem Surfbrett…

Es wird besser...

Es wird besser…

Profi ist er noch keiner...

Profi ist er noch keiner…

Die erste Einheit ist geschafft...

Die erste Einheit ist geschafft…

Apropos Lernen – für Esmeralda begann am 02. September die Wohnwagenschule. Top motiviert bearbeitete sie gemeinsam mit Mama Juanita Themen aus Deutsch und Mathematik, am Abend war Lesen mit Papa Esteban angesagt. Esmeralda machte es ausgezeichnet und wir haben ein gutes Gefühl dabei, dass sie auf dieser Reise viel für ihr weiteres Leben lernen wird, wie wir alle übrigens. Auch ist sie inzwischen eine grosse Hilfe beim Kochen geworden und hilft fleissig mit.

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Der Titel dieses Beitrags lautet Schule, Surfen, Krankenbett. Über Schule und Surfen habe ich schon geschrieben, bleibt also noch das Krankenbett. Davon gibt es allerdings keine Fotos (wie übrigens in diesem Beitrag auch Juanita auf keinem Foto vorkommt, da sie ständig hinter der Kamera stand – Esteban verspricht Besserung!). Die Leidtragende ist Esmeralda – sie liegt nun schon seit einigen Tagen mit einer fiebrigen Halsentzündung flach – heute waren wir beim Arzt und haben für sie Antibiotika verschrieben bekommen, nun sollte es aufwärts gehen, damit auch Esmeralda das phantastische türkisfarbene Meer in vollen Zügen geniessen kann. Aufgrund der Umstände haben wir in der letzten Woche auch keine grossen Ausflüge und Touren gemacht, sportlich waren wir trotzdem: Esteban mit Joggen, Juanita mit Strandspaziergängen und Penelope mit Like-a-Bike-Fahren. Esmeralda kennt inzwischen unsere DVD-Sammlung auswendig.

Schön, dass wir überhaupt keine Zeitdruck haben und daher in aller Ruhe auf Esmeralda’s Genesung warten können, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu versäumen. In diesem Sinne werden wir noch ein Weilchen in Santa Lucia bleiben. Hauptsache wir haben es fein.